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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit


Die Zecken sind zurück

Es ist wieder Zeckensaison. Nach dem milden Winter warnt das Deutsche Rote Kreuz, dass diesen Sommer mit besonders vielen Blutsaugern zu rechnen ist.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat auf die besonders hohe Gefahr hingewiesen, die in diesem Sommer von Zecken ausgehe. Aufgrund des milden Winters gebe es mehr Zecken als in den Vorjahren. Die Zeckensaison hat längst begonnen: Denn ab sieben Grad Bodentemperatur krabbeln die Tiere aus ihren Winterverstecken.

DRK-Bundesarzt Peter Sefrin empfiehlt, das Laufen durch dichtes Unterholz und hohes Gras zu vermeiden und nach dem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung abzusuchen.

Bei fehlendem Frost könnten auch eingewanderte Arten wie Hyalomma-Zecken hierzulande überwintern. Die Hyalomma-Zecke (siehe Foto) sei nicht nur deutlich größer als der in Deutschland weit verbreitete Gemeine Holzbock, sie bewege sich auch mit relativ hohem Tempo auf ihren Wirt zu, erklärte der Jenaer Zeckenforscher Jochen Süss kürzlich.

Zecken können die Gehirnentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte Anfang des Jahres bekanntgegeben, dass ein Stadt- und ein Landkreis in Sachsen sowie ein Landkreis in Thüringen zusätzlich als Risikogebiete eingestuft wurden. Insgesamt sind demnach nun 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert, die meisten davon in Süddeutschland. Die Einstufung basiert auf Erkrankungsdaten mehrerer Jahre. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen.

In Sachen FSME gab es vor kurzem gute Nachrichten: 2019 war die Zahl der Fälle in Deutschland deutlich geringer als im Jahr zuvor. Sie sank von 607 auf 462 Fälle. Der Rückgang beruhte allerdings fast ausschließlich darauf, dass es weniger Erkrankungen im Südwesten Deutschlands gab - den Grund dafür kennen Experten bisher nicht.

Deutlich häufiger als FSME übertragen Zecken in Deutschland Lyme-Borreliose, deren Erreger im gesamten Bundesgebiet vorkommen. Laut RKI tritt in Deutschland im Schnitt bei fünf von hundert Menschen nach einem Zeckenstich eine solche Infektion auf. Es gibt keine Borreliose-Impfung, die Infektion kann aber mit Antibiotika behandelt werden.

Je schneller Zecken entfernt werden, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie mit einer spitzen Pinzette oder Zeckenkarte möglichst weit vorne an der Stichstelle greifen und mit leichtem Rütteln aus der Haut entfernen.

Source: Spiegel.de

Source Image: Pixabay