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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit


Darum ist unser Salz jodiert

Viele Nahrungsmittel sind bei uns jodiert. Aber warum eigentlich? Was passiert, wenn wir zu wenig des Spurenelementes zu uns nehmen?

Den meisten von uns fällt es wohl auf, wenn der Salzstreuer nachgefüllt werden muss. «Jodiertes Salz» prangt auf den meisten Salzpackungen. Der Geschmacksverstärker wird in der Schweiz mit Jod angereichert. Somit enthält alles, was damit gekocht, gebacken oder zubereitet wird ein bisschen von dem Spurenelement. Aber warum eigentlich? Für was braucht der Körper Jod?

Zu den Spurenelementen gehören alle möglichen Stoffe, die wir brauchen, die aber nur in winzig kleinen Konzentrationen in unserem Körper vorkommen. Dazu gehört zum Beispiel Eisen, Zink oder eben Jod. Sie erfüllen verschiedene lebenswichtige Funktionen. Führt man dem Körper zu wenige zu, führt das zu Mangelerscheinungen. Zu viel des Guten kann aber auch negative Folgen haben.

Baustein für Schilddrüsenhormone

Das Spurenelement Jod ist ein essenzieller Baustein für die Hormone, die in der Schilddrüse hergestellt werden. Diese wiederum sind unentbehrlich für das Wachstum und eine normale Entwicklung. Schon im Mutterleib und während der Kindheit ist eine ausreichende Versorgung mit Jod Voraussetzung für eine normale körperliche Entwicklung.

Daneben ist Jod das ganze Leben lang wichtig für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper.

Wichtig während Schwangerschaft

Die empfohlene Menge an Jod schwankt mit dem Alter, Entwicklungsstand oder dem Wachstum eines Menschen. Die Werte bewegen sich jedoch alle im Mikrobereich. Der Bund empfiehlt Säuglingen und Kindern bis fünf Jahre eine Zufuhr von 90 Mikrogramm pro Tag. Kindern von fünf bis zwölf 120 Mikrogramm und ab Zwölf Jahren eine tägliche Zufuhr von 150 Mikrogramm.

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Jod. So empfiehlt der Bund unter diesen Umständen eine Zufuhr von 250 Mikrogramm pro Tag.

Salz als wichtigste Quelle

Wie viel Jod in einem Lebensmittel enthalten ist, hängt stark davon ab, wie viel davon in den Böden zu finden ist. Und diese sind in der Schweiz meistens eher jodarm. Aus diesem Grund werden bei uns Lebensmittel jodiert. Die wichtigsten Jodquellen der Schweizer Bevölkerung sind deswegen jodiertes Salz und Lebensmittel, die damit hergestellt wurden.

Gute Jodlieferanten sind ausserdem Meeresfrüchte und Meeresfische sowie Milchprodukte und Eier, denn die Tiere werden mit jodiertem Futter gefüttert.

Was passiert bei zu wenig Jod?

Ein Mangel an Jod kann verschiedene Folgen nach sich ziehen. Die bekannteste Erscheinung ist wohl der Kropf, eine Vergrösserung der Schilddrüse. Er entsteht, wenn die Schilddrüse weniger Hormone produziert. Ausserdem beeinträchtigt ein Mangel laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auch die geistige Leistungsfähigkeit, den Antrieb, die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen.

Und bei einem Kind kann ein schwerer Jodmangel in der Schwangerschaft neurologischen Schäden hervorrufen.

Ein Jahrhundert Jodierung

Die Massnahme, Lebensmittel zu jodieren, wurde in der Schweiz zum ersten Mal 1922 angeordnet. Vor allem um Kröpfen und geistiger Unterentwicklung entgegenzuwirken. Beides kommt heute nur noch selten vor.

Source: Blick.ch

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