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(Copyright : Foto: Getty Images)

Tennisellenbogen: Ursache, Diagnose und Behandlung

Unter Sportbegeisterten, Musizierenden und Büroangestellten sind überlastete und gereizte Sehnen ein gefürchtetes Phänomen. Es ist nicht nur schmerzhaft, sondern oftmals auch langwierig. Was man dagegen tun kann und - noch viel wichtiger - wie man verhindern kann, dass es soweit kommt, erfahren Sie hier.

Unter Sportbegeisterten, Musizierenden und Büroangestellten sind überlastete und gereizte Sehnen ein gefürchtetes Phänomen: Die Wiederholung einer immer gleichen Bewegung und die damit verbundene einseitige Belastung kann Sehnen überlasten - so z.B. beim Sport, beim Schreiben auf der Tastatur oder beim spielen eines Musikinstruments. Hat die Muskelsehne zu wenig Zeit, um sich zu regenerieren, kann es zu einer Sehnenreizung kommen.

Am häufigsten treten Sehnenüberlastungen an Schulter, Armen, Händen, Beinen und Füssen auf. Grundsätzlich unterscheidet man zwsichen Tendinose und Tendinitis: Bei der Tendinose handelt es sich um eine Sehnenüberlastung, die zu chronischen Schmerzen führt, aber keine Entzündung hervorruft. Die Tendinitis bezeichnet eine Entzündung, die auf eine Reizung durch Überbelastung zurückzuführen ist.

Symptome und Behandlung

Kommt es zu einer Überlastung, sollte die entsprechende Sehne durch den Verzicht auf bestimmte Bewegungen geschont werden. Eine zu kurze Regerationszeit kann zu kleinen Verletzungen an der Sehne führen, die eine Tendinitis nach sich ziehen können. Häufig sind auch Sehnenscheiden davon betroffen - dann spricht man von einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis).

Bei einer Sehnenreizung können Symptome wie eingeschränkte Beweglichkeit, Belsastungsschmerzen, Schwellung und Entzündungsanzeichen auftreten. Diese Anzeichen sollten auf keinen Fall unterschätzt werden: Sehnenreizungen können aufgrund einer zu kurzen Regenerationszeit chronisch werden. Zudem können sie die Struktur der Sehne verändern, was Risiko auf Sehnenrisse erhöht.

Was ist ein Tennisellenbogen?

Eine der bekanntesten Formen von Sehnenüberlastung ist der «Tennisellenbogen» oder «Tennisarm». Dabei handelt es sich um eine Sehnenreizung im Unterarm. Davon Betroffen ist der Strecker des Handgelenks und der Finger. Das im Fachjargon als «Epicondylitis radialis humeri» bezeichneten Leiden kann typischerweise folgende Ursachen haben:
- einseitige Beanspruchung (z.B. Tastatur- und Mausbenutzung, Sportklettern etc.)
- Fehlhaltungen im Beruf oder während Freizeitaktivitäten
- falsche Technik bei Schlägersportarten
- schlechte Schlafhaltung
Neben dem Tennisellenbogen gibt es auch noch den Golferellenbogen. Dabei handelt es sich um eine Reizung des Beugers des Handgelenks und der Finger.

Tipps zur Selbsthilfe

Wenn Sie unter akuten Schmerzen aufgrund einer überlasteten oder gereizten Sehne leiden, kann eine Kühlung durch Eis oder kaltes Wasser den Schmerz lindern. Zudem sollten sie darauf achten, dass Sie die schmerzende Sehne so wenig wie möglich beanspruchen.

Gerade für leidenschaftlichen Musizierende und Sportbegeisterte ist eine Schonung natürlich nicht so leicht, da diese den Verzicht auf das tägliche Üben und Trainieren bedeutet. Allerdings lohnt sich die Regeneration, da eine vollständige Heilung sich langfristig auszahlt und die Entstehung einer chronischen Reizung verhindern kann.

Tipps für Büroangestellte

Um Überbelastungen und Reizungen vorzubeugen, sollte man auf monotone, einseitige Bewegungen verzichten. Ist das nicht möglich, sollte man genügend lange Pausen einlegen und versuchen die Hände regelmässig zu wechseln und/oder durch gezielte Übungen zu lockern. Zudem sollten Sie auf folgendes achten:
- Eine entlastende, möglichst gerade Haltung des Handgelenks kann durch eine flache Tastatur oder ein Polster vor der Tastatur erreicht werden.
- Eine ergonomisch geformte Maus kann ebenfalls eine Überlastung verhindern. Zudem können Sie versuchen, regelmässig die Hand zu wechseln.
- Machen Sie regelmässig Pausen und strecken und dehnen Sie ihre Handgelenke.

Auch Sportbegeisterte können auf gewisse Dinge achten:

- Vor dem Training sollten sie sich sorgfältig aufwärmen und stretchen.
- Achten Sie auf die richtige Technik und holen Sie sich bei Bedarf die Hilfe einer Fachperson.
- Machen Sie ausgleichende Übungen, um einseitiges Training zu verhindern.
- Bei ungewohnten Belastungen - z.B. beim Erstkontakt mit einer neuen Sportart - sollten Sie sich besonders gut aufwärmen und vorbereiten.

Source: https://www.blick.ch