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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit


Das Immunsystem stärken? Machen wir im Schlaf!

Ein guter Schlaf kann dabei helfen, seltener krank zu werden, da er dem Erinnerungsvermögen Ihres Immunsystems auf die Sprünge hilft.

Ältere Studien zeigten bereits, dass es dem Gehirn hilft, sich an Fakten und Ereignisse zu erinnern, wenn man früh ins Bett geht, aber jetzt haben Wissenschaftler in einem Artikel für «Neurosciences» diesen Ansatz weiterentwickelt.

Tiefschlaf ist wichtig für Immunsystem

Sie behaupten, dass der Tiefschlaf nicht nur neue Erinnerungen in das Langzeitgedächtnis befördern kann, sondern auch dem Immunsystem hilft, Informationen über Krankheitserreger zu verarbeiten, mit denen es bereits zu kämpfen hatte.

Kurz gesagt: Das Immunsystem erinnert sich an bakterielle und Viruserkrankungen, die ihm zu schaffen gemacht haben, und bildet während dieses Prozesses Abwehrzellen, sogenannte T-Zellen, gegen die Hauptmerkmale der Krankheit. Diese T-Zellen bleiben Monate oder sogar Jahre aktiv und unterstützen den Körper, entsprechende Krankheitsbilder abzuwehren, wenn sie erneut auftreten.

«Es ist schon lange bekannt, dass Schlaf auf psychologischer Ebene die Bildung von Langzeiterinnerungen unterstützt, aber dass die Idee der Bildung von Langzeiterinnerungen in allen organischen Systemen vorliegt, ist absolut neu», erklärte Jan Born von der Universität Tübingen. «Wir sehen unseren Ansatz als ein verbindendes Konzept von biologischer Langzeiterinnerungsbildung, in dem Schlaf eine kritische Rolle spielt, es ist eine neue Entwicklung in der Schlafforschung und auch in der Gedächtnisforschung.»

Studien zeigen auch, dass es einen Anstieg von T-Zellen (die der Immunabwehr helfen) gibt, wenn ein Mensch nach einer Impfung in den Tiefschlaf fällt.

Zu wenig Schlaf ist ungesund

Wer zu wenig schläft, könnte seinem Immunsystem also wirklich einen schlechten Dienst erweisen. «Wenn wir nicht schlafen, konzentriert sich das Immunsystem möglicherweise auf die falschen Teile des Erregers», fuhr Born fort und erklärte, dass die Folge daraus sein könnte, dass der Körper die Krankheit in Zukunft nicht mehr erfolgreich abwehren könne.

Die Wissenschaftler hoffen, dass weitere Forschung dabei helfen wird, unser neuronales und immunologisches Gedächtnis besser zu verstehen und zu vergleichen. Beides könnte der Impfforschung zugute kommen, wenn es um die Entwicklung von Impfstoffen gegen Krankheiten wie HIV, Malaria und Tuberkulose geht. (CM)

Source: Blick.ch

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