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Krankheit lässt den Wert der Gesundheit erkennen. - Heraklit


Wie Sport gegen Krebs wirkt

Erlangen/Nürnberg – Sporttherapie könnte auch bei schwer erkrankten Krebspatienten das Fortschreiten der Erkrankung direkt beeinflussen. Das berichten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Erlangen im Journal of Physiology (DOI: 10.1113/JP279150).

Für die Studie analysierte das Forschungsteam des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport der Medizinischen Klinik 1 – Gastroenterologie, Pneumologie und Endokrinologie des Universitätsklinikums Erlangen und des Lehrstuhls für Innere Medizin 1 der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter der Leitung von Yurdagül Zopf Blutproben von Patienten mit fortgeschrittener Prostata- oder Darmkrebs­erkrankung, die an einem 12-wöchigen Ganzkörper-Elektromyostimulationstraining (20 Minuten pro Sitzung, zweimal die Woche) teilgenommen haben.

Das Serum dieser fortgeschrittenen Krebspatienten konnte im Labor in vitro die Proliferation menschlicher Prostata- und Dickdarmkrebszellen hemmen und die Apoptose der Tumorzellen fördern. Eine Genexpressionsanalyse zeigte laut den Forschern das Vorhandensein von übungssensitiven Genen in menschlichen Prostatakrebszellen, die möglicherweise an der übungsbedingten Regulation des malignen Zellwachstums und der Apoptose beteiligt sind.

„Unsere Daten dokumentieren die starke Wirksamkeit der anti-onkogenen Effekte von körperlicher Aktivität und werden die Anwendung regelmäßiger therapeutischer Übungen während der Krebserkrankung weiter unterstützen“, folgern die Wissenschaftler. Mittels weiterer Studien wollen sie nun sogenannte Mykoine mit anti-tumoraler Wirkung identifizieren, um weitere Hinweise zur Entwicklung multimodaler Krebstherapien zu erhalten.

Die Publikation entstand in Zusammenarbeit mit Oliver Friedrich, Leiter des Lehrstuhls für Medizinische Biotechnologie der FAU. © hil/aerzteblatt.de

Source: Ärzte Blatt

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